#1 Die Eifel im Winter von Teutonophon 20.01.2014 18:23

Hi @ all,

ich will mal meine Freizeit kurz nutzen, um euch einen Steinbruch in der Eifel kurz vorzustellen. War am 12.1. mit einem Freund dort und war doch recht begeistert. Das Wetter war top, die Funde ebenfalls. Zwar würde ich euch lieber meine Leckerli von dort schon präpariert zeigen, aber das dauert noch ein ganz klein wenig, da ich noch keine Zeit und Gelegenheit hatte mit einem Sandstahler zu arbeiten, Ergebnisse kommen aber noch, versprochen!
Kurz zum Bruch: Der Bruch liegt in Nohn in der Eifel. Aufgeschlossen ist dort Devon, genauer das untere Givetium mit der Ahbach-Fm. (Zerberus-Mbr.) und der Loogh-Fm. (Wotan-Mbr.). Normalerweise sammel ich ja hauptsächlich im oberen Givetiu, aber die Funde unterscheiden sich nicht sonderlich.
Ein paar seltene Stücke sind auch dabei, neben den etwas häufigeren Funden.
Den Anfang machen wir einfach mal mit ein paar Bildern vom Bruch an dem Tag selber, anfangs lag zwar alles im Nebel, aber sobald mittags die Sonne kam wurde es wunderbar warm (Sonnenbad war natürlich ein muss ).

Morgens/Vormittags
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Danach wurde es um längen besser
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Einen der Funde habe ich ja schon in der Galerie hochgeladen, will den kleinen Brachi aber noch mal zeigen:
Undispirifer sp..JPG - Bild entfernt (keine Rechte)
Die Undispirifer ist schon eine der selteneren Brachiopoden in diesen Formationen.

Hier mein absolutes Highlight von der Exkursion, eine Schnecke Omphallocirrus spinosus, noch in der Präparation, der Strahler fehlt nur. Mit Schalenerhaltung, in präparierbarem Material und vollständig, generell eher selten vorzufinden dort. Zur Zeit besteht sie aber mehr aus Sekundenkleber als aus Schnecke an sich
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Eine auch eher nicht so häufige Brachiopode, Leptaena depressa?
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Zwei sehr häufige Brachiopoden in diesen Formatonen, Gypidula abunda abunda
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Hier ein seltener Vertreter der Cnidaria (Nesseltiere), speziell der Scyphozoa (Bechertiere). Leider nur ein Teilstück, aber komplette Exemplare aus dem Mitteldevon sind ungefähr so selten wie ein Ichyosaurier in den Plattenkalken.
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Conularia sp.

Und zu guter letzt, eine noch nicht näher bestimmte Koralle mit netten Calcit Skalenoedern innen drin.
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Wie gesagt, mehr gibts, wenn die Präparation abgeschlossen ist.

Gruß,
Kevin

#2 RE: Die Eifel im Winter von Micha 21.01.2014 09:23

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Hi Kevin

Danke für den Bericht ! sowas mag ich....tolle Funde!

#3 RE: Die Eifel im Winter von sculda 22.01.2014 17:13

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Hallo Kevin.

was wird dort abgebaut?? Schotter?

Gruß
Manfred

#4 RE: Die Eifel im Winter von Teutonophon 22.01.2014 19:19

Hi Manfred,

in dem neuen Bruch bauen die Kalk für Beton ab, in dem alten, offenen Bruch hohlen die aber immer noch Mergel raus für die Produktion. Die Funde von dort sind alle samt aus dem alten, also mergeligen Teil.

Gruß,
Kevin

#5 RE: Die Eifel im Winter von Teutonophon 29.01.2014 12:58

Hier mal noch zwei grade fertig präparierte Stücke, das eine ist ein Omphallocirrus sp., schön zweifarbiger Steinkern (das dunkle liegt an dem eingelaufenen Sediment, das beige an innerer Calcitisierung) und ein noch nicht näher bestimmter Fischrest.
DSCF0170 (Medium).JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

DSCF0172 (Medium).JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

Gruß,
Kevin

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